Stadt und Verkehr

Im November 2003 wurde die Mitwirkung der Bürger von Görlitz angesprochen bei der Unterstützung eines Modellvorhabens: Mensch – Stadt- Verkehr – Umwelt.
Diese Modelluntersuchung wurde vom Umweltbundesamt als ein Gemeinschaftsprojekt an die Städte Erfurt, Görlitz und Lörrach vergeben.

Zielstellung der Mitwirkung der Bürger von Görlitz war es, die Interessen und Meinungen zu erfassen, sie in Arbeitsgruppen Radfahrer, Fußgänger Verkehrsführung und Parken, Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV) und Tourismus in Görlitz zuzuordnen.
Es wurden Schwächeanalysen und Problemquartiere in  den Stadtteilen aufgezeigt und eine Ideenliste erstellt als Grundlage für eine Diskussion mit den Fachbehörden der Stadtverwaltung.
Das Modellprojekt wurde im Mai 2004 abgeschlossen und in einer Dokumentation zusammengefasst. (Veröffentlichung des Abschlussberichtes UBS, Schriftenreihe und Berichte 2005)

Danach erklärten sich die beteiligten Bürger bereit, diese Arbeit fortzusetzen und die Themen zur Verkehrsentwicklungsplanung für unsere Stadt, auf die Verkehrsvermeidung, Verkehrsberuhigung und Verkehrsverlagerung zu konzentrieren und mit den Bürgern unserer Stadt öffentlich zu diskutieren.

Die besonderen Aufgaben sind dabei:

  1. Stadtentwicklung bedingt eine Verkehrsverträglichkeitsprüfung.

  2. Die Stadt braucht ein individuelles Verkehrskonzept.

  3. Verkehrsverlagerungen sind notwendig.

  4. Stadtstraßen sind nicht nur Verkehrswege, sondern auch Lebensräume für die Bürger.

  5. Stellplätze im Innenstadtbereich sind vorrangig den kürzer parkenden Kunden, Gästen, Besuchernn und Bewohnern zur Verfügung zu stellen.

  6. Der Durchgangsverkehr muss auf die Umgehungsstraßen verlagert werden.

  7. Die verstärkte Orientierung auf den ÖPNV als Gemeinschaftsaufgabe der Stadt, der Verkehrsplanung mit dem Bürger

  8. Jede Verkehrsplanung braucht einen Konsens mit allen Betroffenen.

Eine Vertiefung des Gedankenaustausches mit den Fachbehörden, den Stadträten in den Fraktionen des Stadtrates, mit den Interessengruppen des öffentlichen Lebens (Handel, Handwerk, Gaststätten u.a.) und mit den betroffenen Bürgern ist unerlässlich, als Unterstützung für eine öffentliche Akzeptanz bei der Bewältigung der Verkehrsaufgaben für unsere Stadt.

Manfred Rimbach
Dezember 2008

 

Manfred Rimbach beim Vortrag über die Verkehrssituation in Görlitz

Karte zum Vortrag über die Verkehrssituation in Görlitz

Mitgliedertreff 2008 zum Thema Stadtumbau und Verkehr