Daß Müßiggang und Habsucht gewöhnlich zu nichts Gutem führen, musste auch ein Schmied in Görlitz erfahren. Er wohnte der Sage nach in einem Haus an der nordwestlichen Ecke des Leninplatzes, wo nun ein kleines Keramikrelief an seine Geschichte erinnert.
Dieser Schmied, der wahrscheinlich Vollprecht hieß, verstand sich auf sein Handwerk. Man achtete seinen Fleiß und bedachte ihn gern mit Aufträgen, so dass er sein Auskommen hatte. Nun verdingte sich eines Tages ein Geselle bei ihm, dessen Äußeres nicht gerade gewinnend war, denn er hatte nur ein Auge, rote Haare und ein Hinkefuß. ... |