Um eine grässliche Mordtat in der mittelalterlichen Stadt geht es in einer der bekanntesten Sagen. So etwas könnte sich in ähnlicher Weise zugetragen haben.
Ein junger Handwerksbursche, der gerade auf der Wanderschaft unterwegs war, kam an einem Spätnachmittag zum Stadttore herein. Die Tür zur Klosterkirche am Obermarkt stand noch offen, und weil es gerade zur Abendmesse läutete, trat der Wanderer mit ein. Vom weiten Weg müde, lehnte er den Kopf an eine Bank und schlummerte unversehens ein. Er fiel niemand auf, und nicht einmal der Pförtner bemerkte ihn, als er die Tür abschloß. Gegen Mitternacht erst ... |