Chronik des Postplatz - Brunnens |
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| wurde der Viehmarkt von hier an die Bunzlauer Chaussee verlegt. |
| war nach vierjähriger Bauzeit das erste Postgebäude fertiggestellt. |
| das Gerichtsgebäude. Der Postplatz wurde planiert, mit Kies bestreut und ringsum mit Bäumen bepflanzt. |
| empfahl bei einem Besuch in Görlitz der Oberpräsident der Provinz Schlesien und spätere preußische Innenminister, von Puttkammer, den Platz durch einen Kunstbrunnen aufzuwerten. Gemeinsam mit Oberbürgermeister Gobbin bemühte er sich darum, die dazu erforderlichen Mittel aufzubringen. |
| genehmigte der preußische Kultusminister Falk aus staatlichen Mitteln 75.000,- RM. Aus dem städtischen Haushalt wurden 30.000,- RM bereitgestellt, durch Spenden weitere 15.000,- RM aufgebracht. |
| schloß die Stadt einen Vertrag mit dem Breslauer Bildhauer Robert Toberentz, der die Fertigstellung des Brunnens in sechs Jahren vorsah. |
| bewilligte der Staat weitere 15.000,- RM, die Stadt 10.200,- RM. Nach Entwürfen und Modellen von Toberentz erledigten die Berliner Bildhauer Ochs, Vater und Sohn, die Arbeiten in Marmor. Im Hüttenwerk Lauchhammer entstand die Bronzefigur. |
| wurde der Kunstbrunnen am 12. November, einem Sonnabend, um 11.30 Uhr unter starker Anteilnahme der Bevölkerung durch Oberbürgermeister Reichert als "schönster Brunnen in Schlesien" eingeweiht. Die vier Marmorfiguren galten als Fischer, Jäger, Nymphe und Nixe, wurden jedoch auch als Romantik, Nutzen, Veränderlichkeit und Kraft gedeutet. Die bronzene Frauenfigur mit der wasserspendenden Muschel über dem Kopf bekam im Volksmund den Namen "Muschelminna". |
| Nach Fertigstellung des neuen Hauptpostamtes wurde der Postplatz gärtnerisch gestaltet. Sternförmig führten vier kunstvoll gepflasterte Wege zum Brunnen, der um ein zweites, flaches Bassin erweitert wurde. |
| verschwanden diese Wege wieder. Ein Rasenoval umgab den Brunnen. Hauptgrund dafür war die veränderte Streckenführung der Straßenbahn. |
| Am 15. Juli wurde die bronzene "Muschelminna" vom Sockel gehoben und - wie die meisten Görlitzer Denkmäler - für Rüstungszwecke abtransportiert. |
| erhielt der bis dahin leere Sockel des Brunnens eine neue Bekrönung durch eine Marmorschale des Dresdener Bildhauers Werner Hempel. |
| bekam Friedemann Klos, Dresden, durch die Stadt den Auftrag, nach historischen Bildvorlagen ein neues Gußmodell der "Muschelminna" zu schaffen. |
| war das Tonmodell fertiggestellt. |
| erfolgte der Guß wiederum in Lauchhammer. Zahlreiche Görlitzer Familien beteiligten sich an einer Spendenaktion auf dem Postplatz am 2. Mai. Weitere Mittel flossen aus dem städtischen Haushalt sowie aus Spenden von Institutionen, Vereinen und Privatpersonen. |
| wurde am 1. Mai der Neuguß auf den Sockel gehoben. |
