Mitgliedertreff

Zur aktiven Vereinsarbeit gehören attraktiv Ausflüge in die nähere Umgebung, Theaterbesuche und Podiumsdiskussionen zu zeitgeschichtlichen Fragen.

Besuch des Sächsischen Landtages

Nachhilfe in parlamentarischer Demokratie braucht der Aktionskreis für Görlitz sicher nicht. Dennoch stieß das Programm des letzten Mitgliedertreffs im laufenden Jahr auf großes Interesse. Im Rahmen eines Tagesausflugs nach Dresden hatten wir unseren Mitgliedern einen Blick hinter die Kulissen des Sächsischen Landtags und der Sächsischen Staatskanzlei versprochen. Dies war möglich, weil unser Landtagsabgeordneter und Vereinsmitglied Octavian Ursu uns dafür einen Großteil seines Jahresbudgets für politische Bildung zur Verfügung stellte.

 

24 Mitglieder unseres Vereins machten von dem Angebot Gebrauch und erlebten einen in vieler Hinsicht interessanten Tag in der sächsischen Landeshauptstadt. Wir konnten erleben, in welchem Umfeld die Abgeordneten arbeiten, wir konnten den architektonisch eindrucksvollen Plenarsaal besichtigen und wir konnten mit Octavian Ursu Fragen zur aktuellen politischen Situation diskutieren. Im Restaurant Chiaveri, dem „schönsten Balkon Dresdens“ wurden wir bei strahlendem Sonnenschein mit einem köstlichen Mittagessen verwöhnt. Danach ging es zu dem Prachtbau des Sächsischen Finanzministeriums auf der anderen Elbseite, wo wir eine kundige Führung erlebten.

Als krönenden Abschluss lud uns Octavian Ursu zu einem Glühwein auf den Weihnachtsmarkt an der Frauenkirche ein. Fröhlich beschwingt ging es danach mit dem gecharterten Bus zurück nach Görlitz. Wir danken Octavian Ursu und seinem Team für diesen unvergesslichen, inhaltsreichen Tag.

Erfahrung: DDR

Zu einer kontroversen Diskussion über eine Erinnerungskultur bzw. reflektierte Darstellung der Erfahrungen zur DDR Geschichte, kam es beim offenen Mitgliedertreff des Aktionskreises für Görlitz e.V., innerhalb der Sonderausstellung Erfahrung DDR. Dr. Markus Bauer sprach mit Dr. Jasper von Richthofen über dessen Motive und Ziele, eine derartige Schau zu initiieren. Es war ein spannender Abend mit vielen anregenden Gesprächen. Wir danken dem Gastgeber.

Weihnachtliches Breslau

Zum Abschluss des Jahres 2016 lud der Aktionskreis seine Mitglieder am Sonnabend, 10. Dezember zu einem Tagesausflug ein ins vorweihnachtliche Breslau, der Kulturhauptstadt Europas 2016, ein. Dr. Andreas Bednarek hat die Organisation und Reiseleitung übernommen. Wer ihn und seine überragende Kompetenz kennt, hat sich darüber besonders gefreut.

Es lebe der Fortschritt

Es lebe der Fortschritt-Es lebe die Eisenbahn! Großer Bahnhof für die Mitglieder des Aktionskreises Görlitz e.V. im Schlesischen Museum zu Görlitz! Ein Dankeschön an Herrn Dr. Kügler für seine interessante Führung durch die Ausstellung Achtung Zug. Ein spannender Einblick zur 175jährigen Geschichte der schlesischen Eisenbahn. Die beeindruckende 18 m lange detailgetreue Modellanlage wurde in Gegenwart von Ingo Wobst, dem Modellbauer erläutert und bewundert. Bei einem Gläschen Wein klang der Abend aus.

Gemeinsamer Tagesausflug Schloß Sychrov

Der Einladung des Vorstandes vom Aktionskreis für Görlitz zu einer Tagesfahrt nach Tschechien waren am 20. Juni 2018 einige Interessierte gefolgt, unter ihnen (und am Steuer eines der beiden Kleinbusse) Herr Joachim Rudolph, ehemaliger langjähriger Vorstandsvorsitzender des AK. Die Teilnehmer hatten in ihm nicht nur einen kenntnisreichen Reiseführer, sondern auch einen Hoch- geehrten: das Mitglied des Bundespräsidiums des Malteser Hilfsdienstes erhielt in diesem Jahr den Verdienstorden des Souveränen Malteserordens, das Offizierskreuz pro Merito Malitensi.

 

Bei schönstem Wetter ging es über Zittau „ins Böhmische“, mit einer kleinen Pause (Vignettenkauf) auf der A 35 an Liberec (Reichenberg) und dessen Hausberg Jĕstĕd (Jeschken) vorbei bis etwa 14 km südlich von Liberec. Dicht an der Autobahn breitet sich ein großes, von einer zinnenbewehrten Mauer umgebenes Parkgelände aus, in dem das Schloss Sychrov (Sichrow) liegt. (mehr…)

Schloß Zinzendorf und Sterne-Manufaktur Herrenhut

Der Vorstand vom Aktionskreis für Görlitz bot seinen Mitgliedern eine von Herrn Rudolph bestens organisierte Busfahrt an mit wundervoll zur Vorweihnachtszeit passenden Zielen. 19 Reiseteilnehmer – leider waren einige ohne Absage ferngeblieben – ließen sich an der „Scharfen Ecke“ auf dem Demianiplatz einen kalten Wind um die Nase wehen, bis sie der warme Bus der Fa. Taxi Menzel aufnahm, dem der Firmenchef persönlich chauffierte.

Die Fahrt, die über Friedersdorf und Schönau-Berzdorf führte, gestaltete sich durch informative Hinweise und besinnliche Anmerkungen des Reiseleiters Hr. Rudolph, recht kurzweilig. Die mit weihnachtlicher Beleuchtung geschmückten Häuser und Bäume an der Fahrstrecke wirkten in der winterlichen Dunkelheit sehr stimmungsvoll. In Herrnhut dann ein echter Hingucker: ein großer Baum mit vielen leuchtenden „Herrnhuter Sternen“. In der Schauhalle der Sternefabrikation informierte uns ein kurzer Film eindrucksvoll über die Entstehungsgeschichte und die weltweite Verbreitung dieses ungewöhnlichen Schmuckes. Wir hatten Gelegenheit zuzuschauen, wie unter geschickten Frauenhänden aus Papier- oder Kunststoffteilen mit Spezialklebern kleine und große Strahlen entstehen, die dann zu einem Stern – standardmäßig mit 25 Strahlen – zusammengesetzt werden.

Unser nächstes Fahrtziel war das Schloss (Herrenhaus) des Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf (1700-1760) im nahegelegenen Berthelsdorf, viele Jahre lang das geistliche, wirtschaftliche und administrative Zentrum der Herrnhuter Brüdergemeine. Seit 2001, nachdem bereits jahrelang jegliche Nutzung aufgegeben und alle Gebäude dem Verfall preisgegeben waren, gehören das Schloss, das große Wirtschaftsgebäude und weitere Bauten dem Freundeskreis Zinzendorf-Schloss Berthelsdorf e.V., dessen Vorsitzender, der jetzt im Ruhestand lebende Pfarrer Taesler, uns sehr freundlich empfing. Nicht ohne Stolz berichtete er von den aufopferungsvollen Arbeiten zur Notsicherung und dann zur denkmalgerechten Sanierung des Ensembles. Er führte uns durch das Herrenhaus mit dem wundervollen Barocksaal (dem ehemaligen Betsaal) und das riesige Wirtschaftsgebäude, von dessen Risalittürmchen bei unserer Ankunft einladend die Stundenglocke ertönte. Ehemals Stall für viele Pferde, die hier für den Militärdienst ausgebildet wurden, ist das weitläufige Untergeschoss heute ein Saal für Ausstellungen und Veranstaltungen aller Art. Von den von Visionen und Gottvertrauen beflügelten Leistungen des Freundeskreises und dem Ergebnis der Sanierungen konnte man nur tief beeindruckt sein.

Anschließend wurden wir in den großen Renaissancesaal des Herrenhauses (mit Original-Holzbalkendecke) gebeten; er war von einem Kamin beheizt, und man hatte für uns liebevoll weihnachtlich eingedeckt. Hier konnten wir uns Glühwein, leckere Suppen und belegte Brote schmecken lassen. Herr Rudolph konnte sich der Zustimmung aller gewiss sein, als er Frau Taesler, der Küchenchefin, mit einem Blumenstrauß dankte.

Die Heimfahrt, auf der unser Vereinsvorsitzender Herr Müller einiges zu den ersten Ergebnissen und Erwartungen des Zukunftskongresses „Quo vadis, Görlitz“ sagte, gestaltete Herr Menzel durch das Anfahren gewünschter Haltepunkte in Görlitz recht teilnehmerfreundlich.

Sterne in Herrnhut und Sanierungswunder in Berthelsdorf – eine wahrlich schöne Einstimmung auf das Weihnachtsfest.

Hans D. Lehmann

„Geldsorgen, Zukunftsangst und Migration – Was Görlitzer vor 700 Jahren bewegte.
Geschichte und Geschichten aus dem „Roten Buch“ von 1305“

Dr. Christian Speer (Halle/Saale) wird in seinem Vortrag über die Görlitzer von vor 700 Jahren sprechen. Dabei tauchen Fragen und Probleme auf, die die Menschen vor 700 Jahren genauso bewegten wie uns heute: Wie sichere ich mich für das Alter ab? Wie sorge ich vor, wenn mir auf einer Geschäftsreise etwas passiert? Wie werden Neuankömmlinge Bürger der Stadt? Die Antworten darauf bzw. die Lösungen und Strategien, die die Görlitzer vor 700 Jahren entwickelten, sind den unsrigen heute verblüffend ähnlich.
Grundlage der historischen Ausführungen ist das älteste Görlitzer Stadtbuch von 1305. Diese Handschrift ist nicht nur eine unschätzbare Quelle zur Geschichte der Stadt Görlitz, der Oberlausitz und Schlesiens, sondern auch ein einzigartiges Kultur- und Schriftdenkmal des Mittelalters, wie es für Deutschland kaum ein zweites gibt. Das „Rote Buch“ wurde erst jüngst von Christian Speer, Krzysztof Fokt und Maciej Mikuła als kritische Edition herausgegeben.

22.03.18, 18 Uhr, Veranstaltungsraum am Fischmarkt
Eintritt: € 5.-/ € 3.-

Eine Veranstaltung des Schlesischen Museums gemeinsam mit dem Aktionskreis für Görlitz

Görlitz in Filmen und Bücher von Ekkrhard Kuhn. Ein Abend mit dem Autor

Der bekannte Publizist und Theaterwissenschaftler Ekkehard Kuhn wurde 1938 in Zodel bei Görlitz geboren und besuchte die Oberschule Görlitz am Wilhelmsplatz, an der er 1956 sein Abitur ablegte. Um einer drohenden Verhaftung zu entgehen, flüchtete er 1958 in die Bundesrepublik.

Bis 1967 studierte er in München Publizistik, Theaterwissenschaft, Slawistik, und Osteuropäische Geschichte. Anschließend begann seine Arbeit beim ZDF, wo er später zum stellvertretenden Leiter der Redaktion „Zeitgeschichte“ aufstieg.

Über die Jahre blieb er seiner Heimatregion und insbesondere Görlitz sehr verbunden und hat wie kaum ein anderer durch exzellente Dokumentarfilme über Schlesien erstklassige Aufklärungs- und Bildungsarbeit betrieben.


Aktuelles


Mitgliedertreff
Dienstag, 3.9., 19.30 Uhr
Görlitz in Filmen
Joliot-Curie-Gymnasium Görlitz

Veranstaltung
fällt aus
Jiddische Lieder
Unkostenbeitrag:
10€ für Mitglieder, Gäste 15€
Literaturhaus Alte Synagoge

Veranstaltung
Mittwoch, 11.12., 18.00 Uhr
Schlesische Weihnacht, dazu Glühwein, Mohnpielen und Mohnkuchen
Adventsabend in der Stadtmission, Langenstraße 43
Unkostenbeitrag: 8€